Insulin-Patchpumpe 2026: Verfügbarkeit nach Ländern und CGM-/Closed-Loop-Kompatibilität
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Was du in diesem Artikel wirklich bekommst
Wenn du Insulin-Patchpumpe im Internet suchst, landest du schnell bei zwei Extremen: entweder ein endloser Produktkatalog oder sehr technische Debatten. Hier machen wir es anders.
Das Ziel ist simpel: eine Momentaufnahme 2026 zur Landschaft der Insulin-Patchpumpen (Typ-1-Diabetes), mit konkreten Orientierungspunkten zu Modellen, die es wirklich gibt und die tatsächlich vermarktet werden – und dazu, wie sich CGM-/Closed-Loop-Kompatibilitäten je nach Land unterscheiden können.
Und wir halten es bewusst gut lesbar: kein Tunnel zur Verordnung, kein “So solltest du dich entscheiden”. In der Praxis hängt der Zugang oft vom Land, den Zentren, Ausschreibungen und Rollout-Zeitplänen ab. Deshalb konzentrieren wir uns auf das, was dir hilft zu verstehen und zu prüfen.
Warum “Patchpumpen” in Europa so verwirrend sind
Stell dir ein großes Wohnhaus vor: gleiche Fassade, aber jede Wohnung hat eigene Regeln. Europa funktioniert oft ähnlich. Ein Hersteller kann “Launch in Europa” sagen, während das Produkt in der Realität zuerst in einigen Ländern kommerziell verfügbar ist – und anderswo später.
Und es geht nicht nur um “das Produkt”. Dazu kommen:
- Versionen (Pods, Verbrauchsmaterial, Apps), die nicht überall identisch sind,
- Sensoren (CGM), die je nach Markt unterschiedlich zugelassen oder integriert sind,
- Rollouts in “Wellen” (Land A, dann Land B),
- und manchmal industrielle/juristische Rahmenbedingungen, die Verfügbarkeit beeinflussen.
Ergebnis: Du kannst etwas lesen, das stimmt … aber nicht in deinem Land zur gleichen Zeit. Deshalb lautet die beste Frage 2026 bei einer Insulin-Patchpumpe oft: “Wo genau verfügbar – und mit welcher offiziell freigeschalteten Kompatibilität?”
Patchpumpe: Was bedeutet das eigentlich?
Eine Insulin-Patchpumpe ist eine Pumpe ohne sichtbaren Schlauch: Das Gerät (oder ein Teil davon) wird auf die Haut geklebt und gibt Insulin über eine Kanüle ab. Die Idee ist, das Setup “Pumpe + Schlauch” durch ein kompakteres On-Body-Format zu ersetzen.
Patchpumpe vs. Schlauchpumpe
Bei einer Schlauchpumpe hast du ein Pumpengehäuse (z. B. in der Tasche, am Gürtel) und einen Schlauch, der zur Infusionsstelle führt. Bei einer Insulin-Patchpumpe gibt es keinen sichtbaren externen Schlauch – alles sitzt “körpernah”. Als Bild: ein bisschen wie der Wechsel von kabelgebundenen Kopfhörern zu kabellosen Earbuds.
Wichtig: Das ist keine “besser/schlechter”-Frage. Es sind zwei unterschiedliche Arten, Insulin zu tragen – mit unterschiedlichen Alltagsroutinen.
“All-in-one”-Patch vs. modulare Mikropumpe
Nicht alle Patchpumpen sind gleich. 2026 siehst du vor allem zwei Design-Philosophien:
1) “All-in-one”-Patch (Pod-Format)
Du tauschst pro Zyklus das komplette Modul: Reservoir + Mechanik + Kanüle. Das ist am leichtesten zu verstehen: ein Pod, der getragen und dann ersetzt wird.
2) Modulare Mikropumpe
Hier ist das Konzept eher “LEGO”: Einige Teile können wiederverwendbar sein, Verbrauchsmaterial wird anders gewechselt. In 2026-Diskussionen ist das wichtig, weil “Patch” sehr unterschiedliche Konstruktionen umfassen kann.
Closed Loop 2026: das Wesentliche in normalem Deutsch
Du siehst Begriffe wie AID, HCL, “Loop”, “hybrid” … und es wirkt schnell wie Expert:innen-Jargon. Im Kern ist die Idee aber einfach – und sie erklärt, warum Kompatibilität je nach Land so stark schwankt.
“Closed Loop”: das Trio Sensor – Algorithmus – Pumpe
Ein Closed-Loop-System (oft AID für “Automated Insulin Delivery”) kombiniert:
- einen Sensor (CGM), der Glukose misst,
- einen Algorithmus, der Anpassungen berechnet,
- eine Pumpe, die Insulin abgibt.
Und genau hier wird es sehr “2026”: Eine Insulin-Patchpumpe kann existieren, aber Closed Loop hängt davon ab, ob dieses Trio offiziell integriert und in deinem Markt freigeschaltet ist.
Warum man oft “hybrid” sagt
Weil bei den meisten Systemen bestimmte Nutzeraktionen bleiben – vor allem rund um Mahlzeiten. Die Automatisierung übernimmt viel im Hintergrund (Anpassungen, je nach System Mikro-Korrekturen), aber es ist nicht so, dass du nie mehr etwas tun musst. Darum ist “hybrid” so verbreitet.
Der europäische Punkt: Offizielle Kompatibilitäten können sich unterscheiden
Selbst wenn ein System in mehreren Ländern verfügbar ist, kann die CGM-Kompatibilität variieren. Typisches Szenario: Ein Hersteller kündigt eine Integration mit einem Sensor an – aber die offizielle Freischaltung hängt von Versionen, Chargen, Apps und vom Land ab.
Wenn du also “Dexcom-kompatibel” oder “Libre-kompatibel” liest, ergänze gedanklich: “Kompatibel wo – und mit welcher Systemversion?”
Die 2026-Karte: Insulin-Patchpumpen für T1D, die du wirklich “triffst”
Jetzt kommt die “Karte”. Nicht als trockenes Verzeichnis, eher wie die großen Hauptstraßen. 2026 tauchen bei Insulin-Patchpumpe (T1D) besonders häufig diese Namen auf: Omnipod (DASH / 5), Medtrum TouchCare Nano, EOFlow EOPatch / GlucoMen Day PUMP, Roche Accu-Chek Solo (je nach Markt) und Terumo MEDISAFE WITH für Japan.
| Familie / Modell | Patch-Typ | Steuerung | Kernpunkt 2026 | |
|---|---|---|---|---|
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Omnipod 5 | All-in-one Pod | Controller / App (je nach Land) | Rollout in Wellen + Sensor-Integrationen je nach Markt |
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Omnipod DASH | All-in-one Pod | PDM | Patch ohne natives AID (je nach Land und Nutzung) |
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Medtrum TouchCare Nano | Patch (Ökosystem) | PDM oder Smartphone (je nach Konfiguration) | Verfügbarkeit variabel + App-/Geräte-Abhängigkeiten |
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EOPatch / GlucoMen Day PUMP | All-in-one Pod | App (Narsha) + Menarini-Distribution | Zwei Namen, ein Produkt; Verfügbarkeit je nach Land |
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Accu-Chek Solo | Mikropumpe | Roche-Ökosystem | “Selektiv” / variabel vermarktet |
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Terumo MEDISAFE WITH | Abnehmbarer Patch | Fernbedienung | Japan-Referenz + angekündigte CE-Kennzeichnung |
Omnipod: eine “schlauchlose” Familie, in mehreren Ländern präsent
Omnipod ist oft die erste Referenz, wenn man Insulin-Patchpumpe sagt. 2026 wirst du vor allem zwei Linien hören: Omnipod 5 und Omnipod DASH.
Omnipod 5: Patch + AID (automatisierter Loop), mit Rollouts in Wellen
Omnipod 5 ist ein AID-System (hybrider Loop) auf Pod-Basis. In Europa laufen Ankündigungen und Verfügbarkeit häufig schrittweise. Insulet hat z. B. 2025 über eine Kommerzialisierung in mehreren Ländern (Italien, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden) kommuniziert und diese Starts explizit mit bestimmten Sensoren je Markt verknüpft.
Bei den Sensoren erklärt Omnipod außerdem, dass es Pod-Versionen je nach Kompatibilität gibt: manche Chargen sind Dexcom-orientiert, andere kombinieren FreeStyle Libre 2 Plus und Dexcom G6, usw. Genau das zeigt, warum es verwirrend ist: Es geht nicht nur um den Produktnamen – sondern um die lokal verfügbare Version.
Omnipod DASH: Patch ohne natives AID
Omnipod DASH ist ebenfalls eine schlauchlose Insulin-Patchpumpe, aber ohne den nativen Closed-Loop von Omnipod 5. Je nach Land kann DASH als “nicht-AID”-Patch-Option verfügbar bleiben, teils parallel zum Rollout von Omnipod 5.
Medtrum TouchCare Nano: Patch + Ökosystem (je nach Versionen)
Medtrum TouchCare Nano taucht in Gesprächen über Insulin-Patchpumpen häufig auf. Der Punkt 2026: Es ist ein Ökosystem, das auf eine App (Smartphone) setzen kann – und damit von Gerätekompatibilitäten abhängt (unterstützte Telefone, OS-Versionen usw.).
Du siehst teils unterschiedliche Kapazitäten (z. B. 200U, 300U) je nach Dokumenten und Märkten. Hier bleiben wir neutral: Das sind Produktmerkmale, keine Qualitätswertung.
Wie bei vielen Medizinprodukten kann die Präsenz von Medtrum stark länderabhängig sein (Distribution, Support, Verfügbarkeit von Verbrauchsmaterial, Zeitplan).
EOFlow EOPatch / GlucoMen Day PUMP: der Patch über Menarini
Zwei Namen – kein Stress. Du kannst EOPatch (Originalname) und GlucoMen Day PUMP (Distributionsname in Europa über Menarini) sehen.
EOFlow hat über einen europäischen Launch unter der Marke GlucoMen Day PUMP via Menarini kommuniziert – daher sprechen Quellen teils “doppelt” darüber.
Und genau bei so einem Modell ist “je Land prüfen” sinnvoll: Distribution kann sich ändern, und eine allgemeine Aussage spiegelt nicht immer die lokale Realität im jeweiligen Moment.
Roche Accu-Chek Solo: Mikropumpe (Verfügbarkeit stark marktabhängig)
Accu-Chek Solo wird oft genannt, wenn es um Insulin-Patchpumpen geht – die Architektur ist jedoch eher eine Mikropumpe als ein klassischer Pod.
Roche hat CE-Kennzeichnung und eine Pilot-Kommerzialisierung in ausgewählten Ländern (z. B. Österreich, Polen, Schweiz, UK) kommuniziert. Das passt zur Logik “selektiv / schrittweise”.
Der Kernpunkt 2026: Bei solchen Mikropumpen kann die “Momentaufnahme” je Land stark variieren (tatsächliche Verfügbarkeit, Vertrieb, Verbrauchsmaterial, Support).
Terumo MEDISAFE WITH: Japans Patchpumpe, wichtige Referenz außerhalb Europas
Wenn dein Content in mehrere Sprachen geht, ist Terumo eine gute “außerhalb Europas”-Referenz – vor allem für Japan. Terumo beschreibt MEDISAFE WITH als schlauchlose Patchpumpe, die in Japan seit dem kommerziellen Start 2018 verfügbar ist, und hat über eine CE-Kennzeichnung (mit globaler Launch-Absicht) kommuniziert.
Das System wird als On-Body Patch/Pumpe beschrieben, gesteuert per Fernbedienung. Terumo hat außerdem über AID-Entwicklungsarbeit mit Diabeloop kommuniziert, die diese Patchpumpe integriert.
CGM-Kompatibilitäten: verstehen ohne riesige Matrix
Wenn du dir nur ein Bild merkst: CGM-Kompatibilität ist wie eine Steckdose. Wenn es offiziell nicht “einrastet”, funktioniert es nicht – oder es ist keine anerkannte Integration in deinem Markt.
Die “Steckdosen”-Regel: Das Trio muss zusammenpassen
- die Insulin-Patchpumpe muss CGM-Daten empfangen können,
- der Algorithmus muss für diesen Sensor freigegeben sein,
- und die in deinem Land verfügbare Version muss diese Kompatibilität aktivieren.
Darum reicht “hab ich irgendwo gelesen” nicht: Zwei Personen können über den gleichen Produktnamen sprechen, aber nicht über das gleiche Paket (Land + Version + Sensor).
Konkretes (sehr 2026) Beispiel: Omnipod 5 und Sensoren
Omnipod 5 ist ein gutes Beispiel, weil die Kommunikation Sensor-Integrationen klar nennt – und diese je Markt variieren können. Insulet hat u. a. über Verfügbarkeit in mehreren europäischen Ländern mit FreeStyle Libre 2 Plus und Dexcom G6 im Rahmen dieser Launches kommuniziert.
Zusätzlich erklärt Omnipod, dass es Pod-Versionen je nach unterstützten Sensoren gibt (z. B. Pods für Dexcom G6/G7 oder Pods für Libre 2 Plus + Dexcom G6). Genau das ist entscheidend: Kompatibilität ist nicht nur “Omnipod 5” – sondern “welcher Pod, welche Version und wo”.
Warum du zwei “wahre” Aussagen lesen kannst, die sich widersprechen
Drei typische Gründe:
- unterschiedliche Länder: Kompatibilität ist in einem Land aktiv, anderswo noch nicht,
- unterschiedliche Versionen: neue Integration angekündigt, aber nicht in älteren Chargen/Apps,
- Launch-Phasen: Pilot zuerst, dann breitere Kommerzialisierung.
Das ist wie bei “Dieses Smartphone kann 5G”: ja … aber nicht zwingend auf allen Bändern, bei allen Anbietern und nicht zum gleichen Zeitpunkt.
Wie du “in meinem Land” prüfen kannst, ohne die halbe Nacht zu verlieren
- Lies offizielle Mitteilungen, die Länder nennen (oft der verlässlichste Anker).
- Schau auf die “Sensor-/Integrations”-Seite des Herstellers für Kompatibilitätsbedingungen.
- Sieh in Nutzerhandbücher/Guides: Sie spiegeln häufig wider, was tatsächlich freigeschaltet ist.
Zwei “Patch”-Geräte, die nicht mit einer T1D-Insulin-Patchpumpe verwechselt werden sollten
2026 wird das Wort “Patch” für mehrere Gerätetypen genutzt. Deshalb kurz sauber abgrenzen – ohne Drama.
CeQur Simplicity: Bolus-Patch
CeQur Simplicity wird als Patch-Gerät für Mahlzeiten-/Korrekturinsulin (Bolus) beschrieben. Der Hersteller ist klar: Das ist keine “Pumpe” im Sinne einer programmierbaren T1D-Insulin-Patchpumpe.
V-Go: 24h-Patch, oft mit anderen Profilen verbunden (häufig T2D)
V-Go ist ein 24-Stunden-Patch mit vordefinierter Basalrate und Bolus-Abgabe bei Bedarf, häufig positioniert für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes unter Insulintherapie.
Also: Auch wenn “Patch” draufsteht, ist es nicht die gleiche Kategorie wie eine T1D-Insulin-Patchpumpe (Pod + CGM + Algorithmus).
FAQ (6 Fragen)
1) Bedeutet “Patchpumpe” immer “schlauchlos”?
Im Alltag ja: “Patch” meint meist ein On-Body-Format ohne sichtbaren externen Schlauch. Aber die Architektur kann variieren (All-in-one Pod vs. modulare Mikropumpe).
2) Welche großen Namen für T1D-Insulin-Patchpumpen sollte man 2026 kennen?
Die häufigsten Namen: Omnipod 5 / Omnipod DASH, Medtrum TouchCare Nano, EOFlow EOPatch / GlucoMen Day PUMP (Menarini), Accu-Chek Solo (je nach Land) und Terumo MEDISAFE WITH für Japan.
3) Warum kann eine Insulin-Patchpumpe “in Europa” angekündigt sein, aber nicht überall verfügbar?
Weil Launches in Wellen erfolgen und Distribution/Zugang/Support je Land variieren können. Mitteilungen, die Länder explizit nennen, sind dabei meist der greifbarste Anhaltspunkt.
4) Ist die CGM-Kompatibilität überall gleich?
Nicht unbedingt. Offizielle Kompatibilitäten können je Markt und je Version (Pods, Apps) variieren. Omnipod 5 kommuniziert z. B. Sensor-Integrationen und sogar Pod-Versionen je nach Sensoren.
5) Sind EOPatch und GlucoMen Day PUMP zwei verschiedene Pumpen?
Nein: Im Kern ist es dasselbe Produkt unter zwei Bezeichnungen (Originalname und Distributionsname in Europa über Menarini).
6) Gibt es von Terumo in Japan eine echte Insulin-Patchpumpe – und gibt es einen AID-Bezug?
Ja: Terumo beschreibt MEDISAFE WITH als Patchpumpe, die in Japan seit 2018 kommerziell verfügbar ist, und kommuniziert eine CE-Kennzeichnung. Terumo und Diabeloop haben außerdem über AID-Entwicklung mit Integration dieser Patchpumpe kommuniziert.
Fazit
2026 ist die Insulin-Patchpumpe keine Nische mehr: Es ist ein etabliertes Segment mit mehreren Akteuren und unterschiedlichen Designs (All-in-one Pod, Mikropumpe, stärker “Ökosystem”-basierte Systeme).
Der wichtigste Punkt in Europa: Verfügbarkeit ist länderabhängig, und CGM-/Closed-Loop hängt oft von Version und Markt ab. Eine simple Methode: Modell identifizieren, dann in offiziellen Quellen prüfen “wo” und “mit welchem Sensor”. So bleibst du informiert, ohne dich zu verlieren.











